Die Neue Schweizer Welle - Läbe ohni Dütschi

DIE NEUE SCHWEIZER WELLE - LÄBE OHNI DÜTSCHI
PREMIERE: OKTOBER 2012
"An Fantasie und schrägen Ideen mangelt es Regie und Autorin weiss Gott nicht, und langweilig wird es einem an dem Abend nicht eine Sekunde lang. Und auch von dem kleinen Ensemble, das keine Berührungsängste kennt und mit ganzem Einsatz die verschiedensten, oft extremen Rollen spielt, kann nur Gutes gesagt werden”
"An Fantasie und schrägen Ideen mangelt es Regie und Autorin weiss Gott nicht, und langweilig wird es einem an dem Abend nicht eine Sekunde lang. Und auch von dem kleinen Ensemble, das keine Berührungsängste kennt und mit ganzem Einsatz die verschiedensten, oft extremen Rollen spielt, kann nur Gutes gesagt werden. Die Welt verändern wird die in ihren Absichten nicht restlos durchschaubare Inszenierung aber wohl kaum. Es genügt ja auch schon, wenn sie wieder einmal deutlich macht, dass Theater als elementares Live-Erlebnis das Publikum nicht nur zu unterhalten, sondern auch zu provozieren und vielleicht sogar zu brüskieren, auf jeden Fall aber zum Nachdenken anzuregen vermag."
CHARLES LINSMAYER Theaterkritik 2012 

Cory Looser hat mit «Die Neue Schweizer Welle – Läbe ohni Dütschi» ein Stück geschrieben, das dem Publikum den Spiegel vorhält und zeigt, wie absurd es ist, auf Swissness – und zwar nur auf Swissness – zu beharren. Das Spiegeltheater hat nichts gegen nationale Identität, es ist nur die Frage, wie weit man damit geht. So überzeichnet das Stück auch die Mechanismen von Zugehörigkeit und Ausschluss. Dem deutschen Utz Bodamer zum Beispiel will der Dialekt nicht akzentfrei über die Lippen. Weil die NSIPler ihn aber dennoch als für die Schweiz «gewinnbringend» einstufen, darf er sich einem entwürdigenden, brutalen Ritual unterziehen und in der Schweiz bleiben. Gnadenlos ausgeleuchtet, wird dem Publikum bewusst, dass es nichts tut gegen Ungerechtigkeit und Berserkertum. Ausser zugucken. Oder weggucken."
STINE WETZEL Tagblatt der Stadt Zürich 2012